Das Blaue Haus

Fr, 29.12.2017

Mehr Ausstattung an Wohn-Interieur gibt es nicht. Inmitten der unzähligen Wandplastiken, die im Stile des fantastischen Realismus gehalten sind, tauchen auch zeichnerische Arbeiten des Hausherren auf Papier auf. 40 Jahre beharrlicher Arbeit haben das Wohnhaus zu einer begehbaren Skulptur gemacht. Es ist wie eine Reise direkt in eine fantastische Bildergeschichte eines Edgar Allen Poe. Überall brennen Kerzen, der Boden wellig modelliert und über und über mit Fliesen verziert, von den Decken baumelten vom Künstler gestaltete Lüster, irgendwo floss ein Bachlauf mitten durchs Zimmer. Die Fenster sind fast vollständig zugebaut, die Treppen gekachelt und ungleichmäßig hoch, sodass sie jedem Architekten den Angstschweiß auf die Stirn treiben würden. Stolpern kann man hier fast überall, zumal auch die Blicke stets durch überbordende Dekoration an den Wänden abgelenkt sind.