Bürgerhäuser, Salz und Reformation, Freizeitclubs Kurzreise in die Kurstadt Bad Salzuflen

Do, 22.02.2018

Wir starten zu einer Kurzreise ins östliche Westfahlen, genauer gesagt in das zwischen Teutoburger Wald und Weser gelegene schöne Lipperland. Zumindest manch einem Berliner dürfte unsere Übernachtungsstätte bekannt sein, war Bad Salzuflen ja schon seit Jahrzenten bevorzugter Kurort für die Berliner.

Bad Salzuflen, Kurbad und Heilstätte für mancherlei Gebrechen. Malerisch liegt die Kleinstadt in der sanft hügeligen Landschaft der nördlichen Mittelgebirgsausläufer. Die Salzufler Altstadt mit ihren verwinkelten Gassen wird immer noch durch zahlreiche mittelalterliche Gebäude und der Weserrenaissance geprägt. Bei einem Streifzug durch die Innenstadt können wir uns vom Reiz des Ortes überzeugen. Um es auch noch ein wenig mystischer für uns zu machen, erleben wir einen Altstadtabend bei einer gemütlichen Fackelwanderung.

Ein besonderes Merkmal Bad Salzuflens als Luftkurort sind die mitten im Stadtzentrum stehenden Gradierwerke. Hier wird, sozusagen über ein „Dornenbuschregal“, das salzhaltige Solewasser fließen gelassen, so dass die umgebene Luft in etwa dem See-Klima an der Nord- und Ostsee gleicht. Also einfach tief durchatmen. Natürlich wollen wir uns so ein Gradierwerk dann auch mal von innen anschauen. Bei einer Führung ist dies für uns möglich.

Außerdem bietet die im Salzetal gelegene und von Wäldern eingerahmte Kleinstatt zahlreiche Wander- und Ausflugsmöglichkeiten. Gerade der Kurpark, mit dem sich anschließenden großen Landschaftspark lädt zum Verweilen und Flanieren ein. Wer mehr möchte, nimmt einen der zahlreichen beschilderten Wanderwege in Angriff.

Die Nachbarstadt Lemgo mit ihren prächtigen Bürgerhäusern, die noch vom sprichwörtlichen Reichtum der einstigen Hansestadt zeugen, lohnt auch einen Besuch.

Aber auch rund um Bad Salzuflen hat das Lippische Land so einiges an Sehenswürdigkeit zu bieten, die wir leider dieses Mal nicht alle besuchen können. Unweit von Detmold inmitten des Teutoburger Waldes gelegen steht der berühmte Hermann auf seinem sandsteinernen Sockel. Fast auf Sichtweite bei Horn befinden sich die Externsteine. Ein beeindruckende geologische Formation, um die sich zahlreiche Mythen und Sagengeschichten ranken. Und etwas weiter entfernt an den Ufern der Weser liegt das Städtchen Hameln. Ja genau, hier lebte der Rattenfänger, der sich so bitter für den Betrug an ihm rächen sollte. Also vielleicht noch Gelegenheit einmal im Sommer bei einer anderen Kurzreise wiederzukommen.